Themar/Kloster Veßra - Drei tolle Tage lang wurde an der Werra gefeiert: Freitag und Samstag das Stadtfest in Themar und am Sonntag das Werratalfest auf dem Gelände des Museums Kloster Veßra. Waren es am Morgen wegen der grauen Wolken noch relativ wenige Besucher, so füllte sich das Festgelände im Laufe des Tages doch zusehends. Rund 3000 Besucher zählte der Veranstalter.
Rund 3000 Besucher gezählt
Zu sehen gab es nicht nur die idyllischen Fachwerkhäuser aus ganz Südthüringen. Viele Anrainerkommunen der Werra von der Quelle bis zur Mündung waren mit Informationsständen vertreten und warben für einen Besuch und das nicht nur mit Prospekten. Die Bad Salzunger zeigten über dem offenen Feuer wie Salz gesiedet wurde, andere boten spezielle Liköre oder Honig an und Hildburghausen machte unter anderem für sein Theater Werbung.
Altes Handwerk wurde vorgeführt und die Produkte zum Kauf angeboten. Rita Werner aus Hildburghausen, Inhaberin der wohl letzten Seilerei in Thüringen, zeigte, wie Hüpf- und andere Seile von Hand entstehen. Auch Korbmacher Burkhard Lang aus Belrieth zog das Interesse der Besucher auf sich - vor allem wegen der kunstvoll geflochtenen Stuhleinsätze, mit denen er schon so manchem Sitzmöbel seine Funktion wiedergeben konnte.
Bestaunt wurden auch die Oldtimer, die der Oldtimer- und Veteranen Club Themar in Kloster Veßra präsentierte, nachdem sie bei der Ausfahrt am Samstag schon viele bewundernde Blicke auf sich gezogen hatten. Musikalische Abwechslung brachten die Sinertaler mit ihren Konzerten und die Hallenser "Seldom Sober Company" mit Irish Folk. Ein Höhepunkt waren für viele Besucher die Solopartien aus dem Musical "Elisabeth - Legende einer Heiligen" von der Sportlight Musical Produktion Fulda.
Arbeit des Vereins hatte Erfolg
Am Morgen hatte Themars Bürgermeister Hubert Böse als Gastgeber die Besucher in der Klosterkirche begrüßt. Der Vorsitzende des Werratal-Touristikvereins und stellvertretende Landrat des Werra-Meißner-Kreises, Henry Thiele, sagte, in den 14 Jahren seit Bestehen des länderübergreifenden Verbandes sei das Werratal zu einem der erfolgreichsten touristischen Zielgebiete in Deutschland geworden mit Gästezahlen, die sich sehen lassen können. Die Werra habe sich zu einem Bindeglied zwischen den Tourismus-Regionen Mitteldeutschlands entwickelt. Das zeige sich auch darin, dass jetzt ein Merian-Aktiv-Reiseführer über das Werratal erschienen sei. Daraus erhoffen sich die Mitstreiter des Vereins weitere Besucher, die Kultur und Landschaft entlang des Flusses erkunden wollen.
Petra Glaucke (Amtsleiterin Tourismus) dankt im Namen des Hildburghäuser Landrats Thomas Müller allen, die mitgewirkt haben, dass das Werratal an der Grenze zum Thüringer Wald so bekannt werden konnte. Für Rad- und für Wasserwanderer biete die Region ideale Bedingungen. Und bald könne der Werra-Burgen-Steig, der derzeit in Vorbereitung sei, auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Vergeben wurde zum vierten Mal der Umweltschutzpreis "Werra-Nixe". Thomas Wey vom BUND in Meiningen hob die gute Zusammenarbeit seines Verbandes mit den Touristikern hervor. Der Preis ging diesmal an den Angel- und Fischereiverein Meiningen Werra e.V.. Gerade die Angler seien ja die, die jeden Tag am Fluss seien, sich bestens auskennen und viel dafür tun, dass das Gewässer erhalten bleibe.
Das ganze Jahr am Fluss
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Der Werrataltag 2010 wird in Breitungen stattfinden. Mit der spontanen Zusage als Gastgeber zu agieren, habe sich Bürgermeister Peter Heimrich zur Mitglieder-Versammlung des Werratal-Touristik-Vereins am Freitag "zum Helden des Tages" gemacht, so Henry Thiele. Denn gerade im 20. Jahr des geeinten Deutschlands sei dieser Tag von besonderer Bedeutung. Mit der Wiedervereinigung sei Tourismus entlang und auf der Werra über die ganze Strecke von 300 Kilometern und länderübergreifend überhaupt erst möglich geworden, erinnerte Thiele.
Bürgermeister Böse übergab den Staffelstab in Form eines Efeu umrankten Dreizacks, wie ihn wohl Neptun hatte, an den Breitunger Peter Heimrich. Der versicherte, dass die Breitunger ein besonderes Fest auf die Beine stellen werden.



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