Möckers - Ausgerechnet am Kirmessonntag ertönte im
"Anhand dieser Einsätze ist zu erkennen, dass auch eine kleine Feuerwehr wie Möckers ihren Mann stehen kann", formulierte Wehrführer Gerd Henkel in seinem Jahresbericht. Weiter erinnerte er an vergangene Schadensereignisse wie Hochwasser, Zimmerbrände, Waldbrände und den Jugendclubbrand, der vielen noch in Erinnerung ist.
Selbst ohne Fahrzeug hat die Wehr ihre Berechtigung. So können die 17 zur Einsatzabteilung gehörenden Kameraden im Ernstfall die gesamte Wasserversorgung sicherstellen, betonte der Wehrführer. Damit können sich die anderen anrückenden Wehren voll und ganz auf das Löschen und Retten konzentrieren. Eine weitere Aufgabe der Möckerser Wehrleute ist die Einweisung der eintreffenden Hilfskräfte. Durch ihre genauen Ortskenntnisse erleichtern sie den Kameraden der anderen Wehren die Arbeit um ein Vielfaches. Gerade deshalb konzentrieren sich die Möckerser Kameraden übers Jahr auf ihre Ausbildung.
Als Schwerpunkte nannte Henkel die Feuerwehrdienstvorschriften I und III, den Löschangriff mit und ohne Wasser sowie den Aufbau einer Langen-Wege-Strecke. Hier gilt dem Verlegen von B-Schläuchen über mindestens 500 Meter das Hauptinteresse. "Um im Ernstfall die erste Anschlussleitung für die Löschfahrzeuge aus Schmalkalden einsatzbereit zu haben", erklärte Henkel. Wert legen die Möckerser Kameraden ebenso auf die Funkausbildung. Weiterhin qualifizierten sich im letzten Jahr zwei Wehrleute zu Motorkettensägenführern weiter. In diesem Jahr wollen zwei Kameraden einen Atemschutzgeräteträgerlehrgang besuchen.
Nasstrakt soll ans Gerätehaus
Froh sind die Wehrleute über ihren neuen Schulungsraum im ehemaligen Kindergarten. Die theoretische Ausbildung kann damit unter verbesserten Bedingungen stattfinden. In puncto Löschwasserversorgung verlassen sich die Kameraden auf ihren ergiebigen Löschteich. Die Hydranten dagegen sind unzuverlässiger. Seit 2004 wartet die Wehr auf einen entsprechenden Plan.
Nicht gewährleistet ist in Möckers die Einsatzbereitschaft an Werktagen zwischen 6 und 18 Uhr. "In kleinen Orten ist das kein Einzelfall", stellte Gerd Henkel heraus. Von 108 im Landkreis existierenden Freiwilligen Feuerwehren sind zu der genannten Zeit 36 nicht einsatzbereit. In 30 weiteren Mannschaften käme ausschließlich eine minimale Gruppe zusammen, berichtet Henkel. Lediglich 14 Freiwillige Feuerwehren haben tagsüber mit der Einsatzbereitschaft keine Probleme und können eine Gruppe zur Verfügung stellen.
Zur "Kameradschaftsförderung" führte die Wehr im vorigen Jahr einen gemütlichen Abend am Gerätehaus, einen Glühweinabend und ein Sommerfest durch. Auch beteiligte man sich am Volleyballturnier der Feuerwehren der Stadt Schmalkalden.
Ein Wunsch der Möckerser Wehr ist der Anbau eines Nass-traktes an ihrem Gerätehaus. Weil im Gebäude selbst kein Wasseranschluss vorhanden ist, erweisen sich die hygienischen Verhältnisse für Kameraden gerade nach der praktischen Ausbildung als nicht unbedingt positiv. Hoffnung setzt man diesbezüglich auf die Dorferneuerung. Möglicherweise kann in diesem Rahmen in Sachen Gerätehaus etwas verändert werden. "Wenn alles positiv läuft, dann geschieht dies nicht vor 2013", gab der Erste Beigeordnete der Stadt Schmalkalden, Rainer Stoffel, zu bedenken. Stadtbrandmeister Michael Pfunfke lobte in seinem Grußwort insbesondere die Einstellung der Möckerser Kameraden. "Eure Wehr ist dringend notwendig und wird auch künftig gebraucht werden", formulierte er.
Für 2010 haben sich die Möckerser vorgenommen, wieder einen neuen Kameraden für die Einsatzgruppe zu werben. Weiter wollen sie eine Verkehrsschulung ansetzen, eine Waldbegehung durchführen und eine gemeinsame Übung mit der Mittelschmalkalder Wehr planen und verwirklichen. Auch am Frühjahrsputz der Stadt will sich Gerd Henkels Truppe beteiligen. Ortsteilbürgermeister Otto Klee lobte das Engagement der Kameraden und stellte die von ihm erarbeitete Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Möckers vor. Zwei Exemplare davon ließ er durch die Reihen gehen. ar










