Schmalkalden - Mit Ratschen und Trillerpfeifen machten gestern Nachmittag
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Seit zehn Jahren arbeiten sie nach Auskunft der Gewerkschaft Verdi, ohne eine Gehaltserhöhung bekommen zu haben. Seit dem Jahr 2000 seien sie vom Tarifvertrag abgekoppelt - genauso wie die Kollegen vom Schmalkalder Kreiskrankenhaus, die die Pfleger des Seniorenparks gestern denn auch kräftig unterstützten. Gut 40 Mitarbeiter marschierten - wie die Pfleger des Seniorenparks während ihrer Freizeit - in einem Protestzug zur Krötengasse, auch sie mit Pfeifen und Transparenten und der Forderung nach "gutem Geld für gute Leute und gute Arbeit".
Wie Gewerkschafterin Monika Bartölke erklärte, habe Verdi die Seniorenpark gGmbH seit April dieses Jahres mehrfach zur Aufnahme von Tarifverhandlungen für die 66 Beschäftigten aufgefordert. Die Arbeitgeberseite lehne dies ab. "Die Geduld ist am Ende", rief Bartölke unter Beifall ins Megafon, "so kann es nicht weitergehen".
Mit dem Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag vor neun Jahren seien die Mitarbeiter der Geschäftsleitung entgegengekommen, hatten es immer wieder hingenommen, dass keine Gehaltserhöhungen gezahlt wurden. Gleichzeitig hätten sie gute Arbeit geleistet, "das Haus hat einen sehr guten Ruf".
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Die Geduld laufe "nur noch auf Reserve". Momentan, rechnete die Gewerkschafterin vor, bekommen die Pfleger des Seniorenparks einen Stundenlohn von 11,35 Euro. Der Tarif, "aus dem man sich verabschiedet hat", sehe derzeit 15,74 Euro vor - ein Unterschied von 28 Prozent oder 4,39 Euro pro Stunde.
Mittlerweile ist etwa die Hälfte der Beschäftigten des Seniorenparks gewerkschaftlich organisiert und fordert die Aufnahme von Tarifverhandlungen. "Sie wollen endlich ernst genommen werden", sagt Bartölke. Bislang ohne Erfolg. Eine Tarifkommission ist aufgestellt, einen Termin für Verhandlungen gibt es nicht. "Wir sind nicht auf Aktionen aus", macht Monika Bartölke deutlich - auch wenn man dafür bereit sei. Vielmehr wolle man jedoch "auf gleicher Augenhöhe verhandeln".
Auch im Kreiskrankenhaus rumort es mehr und mehr unter der Belegschaft. Nach Verdi-Angaben sind hier inzwischen 126 Beschäftigte gewerkschaftlich organisiert, "um gerechte Arbeitsbedingungen verhandeln zu können und diese durch Abschluss eines Tarifvertrags verbindlich geregelt zu wissen." Beide gemeinnützigen Gesellschaften sind Unternehmen der Kreiswerke Schmalkalden-Meiningen GmbH. uf



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