Südthüringer Zeitung

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Erschienen am 02.02.2008 00:00
Auszeichnung
Spontane Idee in einer lockeren Runde
Anneliese Deschauer unterstützt Schloss-Sanierung und erhielt Ehrenurkunde der Stadt Geisa

GeisaGeisas Bürgermeister Martin Henkel (CDU) überreichte am Donnerstag die Ehrenurkunde der Stadt an Anneliese Deschauer

Ehrung A. Deschauer Bild vergrößern
Bürgermeister Martin Henkel (l.) überreichte die Ehrenurkunde der Stadt Geisa an Anneliese Deschauer; rechts daneben Werner Deschauer und Beigeordneter Gerhard Möller.
Bild: Stefan Sachs
aus Bochum, Ehefrau des Geisaer Ehrenbürgers Werner Deschauer. „Die Sanierung des Schlossensembles wäre für die Stadt Geisa ohne die großartige Unterstützung von Frau Deschauer, die den kompletten Eigenanteil der Stadt übernimmt, nicht möglich“, sagte Henkel.

Die Vorgeschichte: Der aus Geisa stammende Werner Deschauer begründete vor Jahren eine Stiftung, die zahlreiche Projekte in der Ulsterstadt unterstützt. Für sein unermüdliches Engagement wurde er im Oktober 2003 zum Ehrenbürger Geisas ernannt. Im März 2006 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Thüringens Kultusminister Jens Goebel überreichte damals in Erfurt die Auszeichnung im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler. „Nach dem Festakt saßen wir noch im Hotel zusammen“, erinnert sich Werner Deschauer. Einige Geisaer waren dabei, und Anneliese Deschauer fragte, wann denn endlich das sanierungsbedürftige Schlossensemble in Ordnung gebracht würde. Der Bauplaner Wilhelm Heumüller habe geantwortet: „Fördermittel könnten wir bekommen, aber den Eigenanteil kann die Stadt nicht aufbringen.“ „Da fragte meine Frau: Wo liegt das Problem?“, erzählte Werner Deschauer. Die Stiftung habe nicht beabsichtigt, ein Projekt in dieser Größenordnung zu finanzieren. „Ich selbst war auch dagegen – im Gegensatz zu meiner Frau“, gestand Deschauer am Donnerstag ein. Anneliese Deschauer beschloss jedoch, das Vorhaben persönlich zu unterstützen. Und sie tat es, als im vorigen Jahr damit begonnen wurde, die Sanierung des Ensembles in Angriff zu nehmen.

Begeistert äußerte sich Werner Deschauer über den Baufortschritt: „Wer hätte vor einigen Monaten gedacht, dass dort so etwas Gutes entstehen würde.“ Erfreut ist er auch darüber, dass die Point Alpha Stiftung in den beiden oberen Etagen des Schlossgebäudes
ihr Domizil haben wird und würdigte das Engagement des „Dreigestirns“ aus Point-Alpha-Fördervereinsvorsitzendem Berthold Dücker, Bürgermeister Martin Henkel und Bauplaner Wilhelm Heumüller hierfür. Dankbar sei er auch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) für die Landesfördermittel. „Geisa wird wieder die Perle der Region, und das ist gut so“, sagte Deschauer.

Die feierliche Übergabe der Fördermittelbescheide für die Schloss-Sanierung am Donnerstag im Geisaer Rathaus nutzten Martin Henkel und Erster Beigeordneter Gerhard Möller, um die Ehrenurkunde an Anneliese Deschauer zu überreichen. Die Geehrte war überrascht und bedankte sich für die Auszeichnung. Anschließend durfte sie sich gemeinsam mit Dieter Althaus und Berthold Dücker in das Goldene Buch der Stadt Geisa eintragen, worin sich schon Berühmtheiten wie Michail Gorbatschow, George Bush sen., Helmut Kohl und Joachim Kardinal Meisner verewigt haben. sach

 
 

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