Südthüringer Zeitung

Kontakt Impressum als Startseite Sitemap
Suche
Erschienen am 09.02.2010 00:00
Karneval in Stadtlengsfeld
Übernehmen - dann grämen
40-jähriges Jubiläum wurde mit Rathaussturm eröffnet

Stadtlengsfeld - Die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum des Lengsfolder Karnevals wurde mit der Rathausstürmung eröffnet.

bf_KV_Stadtl__090210 Bild vergrößern
Die Jecken des Lengsfolder Karnevals rückten Bürgermeister Ralf Adam und den Mitarbeitern des Rathauses zur Entmachtung mit Kanonenschüssen auf die Pelle.
Bild: Eva-Maria Ullmann
An der Rathaustür prangte das Schild "Mir haben nüscht und brauchen viel". Als die Jecken mit Präsident Werner Gorecki, Elferrat, Gardemädchen, der Prinzengarde, die die Kanone bediente, und dem kleinen Prinzenpaar am Rathaus eintrafen, hatte sich mittlerweile eine Schar von Schaulustigen eingefunden, die die Kanonenschüsse auf das Rathaus und den Bürgermeister Ralf Adam, der sich der närrischen Übermacht stellte, mit Beifall begrüßten. "Auch wenn ihr heute kommt zum Stürmen, so werden wir nicht sofort türmen, denn jetzt die Stadt zu übernehmen, da könnt ihr euch später drüber grämen. Viel gibt's zu tun, nicht viel zu lachen, es wird gespart an allen Sachen!" Sprach's und gab Rathausschlüssel, Stadtkasse und Macht bis zum Aschermittwoch ab - und obendrauf einen Obolus von 20000 Cent zum Versaufen. Im Rathaus wurde anschließend zum Umtrunk geladen.

Mit einem Büttenabend mit vielen Gästen wurde dann weitergefeiert. Nach dem Einzug aller Aktiven hieß Präsident Gorecki die Gästeschar willkommen, darunter Bürgermeister Adam, Stadtratsmitglieder, Pfarrer a. D. Hartmut Dreßler, MdL Manfred Grob, Wolfgang Horn, Chef der Kreishandwerkskammer, Kurgäste, die Karnevalvereine aus Bermbach und Langenfeld sowie die Kohlbachtaler. Nach den Kanonenschüssen tanzte die Garde mit Tanzmarie Susann Kriechling und Tanzoffizier Frank Ficker. Dann wurden die Prinzenpaare - das kleine und das große - in die Narrhalla geführt. Annalena I. (Thimet) zur Schönen Aussicht und Nils I. (Wilhelm) vom alten Bahndamm sowie Petra I. vom Amtsstübchen und Detlef I. (Ehepaar Nüchter) regieren die Lengsfolder Jecken. Besonderes Augenmerk legt der Lengsfolder Karnevalverein auf Nachwuchsförderung, und so war es nicht verwunderlich, dass allein vier Kinder- und Jugendgruppen die Tanzbeine schwangen, dazu noch drei in der Bütt gekonnt agierten. Tom Möller stellte die Vorzüge und Nachteile einer großen Schwester dar, Jette Kram und Moritz Kranz ließen den Alltag in der Schule Revue passieren. Für Stimmung zwischen den Programmpunkten sorgten die Hofsänger, und auch der Stimmungshit "Lengsfold helau" kam nicht zu kurz. Elferrat und Prinzengarde tanzten den Tanz der kleinen Männer mit den großen Hüten, einen "Venezianischen Traum" ließen die "Zirpelkiefern" (Frauengruppe) Wirklichkeit werden. Als Riesenhandys waren Elferrat und Hofsänger den Anfängen der Handykultur auf der Spur und mit Gesangseinlagen präsentierte sich die DRK-Ortsgruppe. Mit einem Medley ließ Petras Dance Group Tänze der letzten 20 Jahre neu aufleben. Die Gäste aus Langenfeld gratulierten mit dem Tanz der Damen nach einem Medley von Udo Jürgens, der BHCC Bermbach schickte die Garde ins Rennen und einen tollen Showtanz gab es von den Kohlbachtaler Mädchen. Nach dem großen Finale aller Mitwirkenden konnte zu den Klängen der Hofkapelle NTK aus Neidhartshausen getanzt werden.

Präsident Werner Gorecki erinnerte an den Beginn des Karnevals in Stadtlengsfeld, für den das Urgestein des LCV, Ehrenpräsident Karl Rübsam, und seine Frau Lenchen sowie die zwölf Gründungsmitglieder verantwortlich zeichnen. Mittlerweile sind es weit über hundert Aktive, die den Verein prägen. Karl Rübsam wird am 13. Februar zur Sitzung des LCV seinen 88. Geburtstag feiern. ul

 
 

Artikel drucken Drucken| Artikel speichern Speichern| Artikel versenden Versenden Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Myspace mit Twitter versenden Bookmark bei: StudiVZ Bookmark bei: Google
 
 
 
 

Kommentare zum Artikel

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

 
 
 

 
 
Frankenwald
 
 
DIE KINDERZEITUNG
 
 
 
Umfrage-Ergebnis

Würden Sie für die Wirtschaft auf Urlaub verzichten?

13,21% - ja, in der Firma ist so viel los, dass ich sowieso nicht alle Tage nehmen kann
75,47% - nein, ich brauche die Erholung angesichts des wachsenden Stresses auf Arbeit
9,43% - jein, wenn ich weniger Urlaub kriege, mache ich öfter krank
1,89% - egal, ich bin sowieso zu Hause

[ Grafik anzeigen ]