Barchfeld - Im Gedenken an die Reichspogromnacht vor 71 Jahren versammelten sich gestern Barchfelder Bürger auf dem
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Ortschronist Hans Schmidt berichtet aus der Chronik: "Eines Tages wurden die Juden gesammelt und im Lkw nach Schmalkalden gefahren. Von dort aus wurden die Männer mit der Bahn in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Zwei Tage mussten sie stehen, bevor sie eine dünne Suppe bekamen. 14 Tage verbrachten sie fast ausschließlich stehend, fast ohne Nahrung zu. Die Folge: Alle erkrankten an Durchfall. Nach dieser Tortur wurden die Männer vor ihrer Entlassung gezwungen, Schriftstücke zu unterschreiben, dass sie ihre Geschäfte, ihr Hab und Gut verkaufen."
Die Geschichte der Juden in Barchfeld reiche bis in das 16. Jahrhundert zurück, so Beigeordneter Groß. Mitte des 19. Jahrhunderts machten sie 13 Prozent der Barchfelder Bevölkerung aus. Sie entwickelten vor allem den Handel in der Gemeinde und engagierten sich für die Bildung. 1843 gründete die jüdische Gemeinde in Barchfeld einen Fortbildungsverein, um das Bildungsniveau der Bürger zu erhöhen. 1933, mit der Machtübernahme Hitlers, lebten noch 65 Juden in Barchfeld. Nur wenigen gelang es zu entkommen. Der nationalsozialistische Terror löschte die jüdische Gemeinde in Barchfeld aus, so Groß.
Es gebe zwar keine kollektive Schuld, aber eine kollektive Verantwortung, die dazu verpflichte, Lehren aus der nationalsozialistischen Vergangenheit zu ziehen und Terror und Antisemitismus nie wieder Raum zu bieten.
Pfarrerin Ihle regte an, auch in Barchfeld über die Aktion "Stolpersteine" nachzudenken, in der im Gedenken an die ermordeten jüdischen Mitbürger Messingplatten mit den Namen der Opfer in das Pflaster der Fußwege eingelassen werden. "Bis es so weit ist, versammeln wir uns am 9. November weiter im Gedenken hier auf dem Friedhof." wei


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